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Tipps für die Ansprache von Rentner/-innen

Um Menschen im Ruhestand erfolgreich für eine Tätigkeit in Ihrem Unternehmen zu begeistern, haben wir für Sie als Arbeitgeber die wichtigsten Erfahrungen aus der Praxis zusammengestellt. Denn eine zielgenaue Ansprache, die die Lebenssituation von Menschen im Ruhestand berücksichtigt, ist insbesondere bei der Formulierung von Stellenangeboten von zentraler Bedeutung.

Ältere Frau übergibt lächelnd eine Box mit Pflanzen an eine Kundin in einem Blumenladen.

Tipp 1: Die Perspektive von Rentnerinnen und Rentnern einnehmen

Für viele Menschen in Rente spielen bei der Entscheidung, weiterarbeiten zu wollen, Karriere, Status oder Führungsverantwortung eine nachgelagerte Rolle. Meistens geht es ihnen darum, aktiv zu bleiben, gebraucht zu werden, ihre Erfahrung weiterzugeben, ihrem Alltag Struktur zu geben und mit Menschen in Kontakt zu kommen bzw. zu bleiben. Bei der Formulierung Ihrer Stellenanzeige können Sie auf diese Aspekte bewusst eingehen.

Tipp 2: Zielgruppengerechte Formulierungen wählen

Rentnerinnen und Rentner zögern möglicherweise, sofort mit Ihnen Kontakt aufzunehmen. Eine wertschätzende und einladende Sprache, die die Zielgruppe direkt anspricht, senkt die Hemmschwelle, sich zu bewerben. Beispiele für geeignete Formulierungen:

  • „Ihre Erfahrung ist bei uns ausdrücklich willkommen.“ 

  • „Ideal für Rentnerinnen und Rentner, die weiterhin aktiv bleiben möchten.“

  • „Wir suchen erfahrene Menschen, die unser Team mit ihrer Kompetenz bereichern.“

Vermeiden Sie Formulierungen, die indirekt auf ein junges Team abzielen, und setzen Sie stattdessen bewusst auf Erfahrung und Kompetenz.

Tipp 3: Arbeitsumfang eingrenzen und Flexibilität betonen

Berücksichtigen Sie beim Zuschnitt der Stelle, dass Rentnerinnen und Rentner bevorzugt flexibel, räumlich in der Nähe und in einem überschaubaren zeitlichen Rahmen arbeiten möchten. Formulierungen wie „nach Absprache“, „1 bis 3 Tage pro Woche“, „flexible Teilzeit“ oder „befristet für Projektphase“ sprechen diese Zielgruppe eher an als starre Vollzeitmodelle. Stellen Sie gleich zu Beginn der Stellenanzeige heraus, wenn Sie flexible Lösungen anbieten.

Tipp 4: Erforderliche Qualifikationen auf das Wesentliche beschränken

Wir empfehlen, die konkreten beruflichen Erfahrungen und Qualifikationen, die für die Stelle erforderlich sind, in den Vordergrund zu stellen. Beschreiben Sie möglichst klar, was der/die Bewerber/-in übernehmen soll und welche Kenntnisse oder Fähigkeiten dafür gewünscht werden. So wird schnell deutlich, ob die Tätigkeit zur bisherigen Berufserfahrung passt und welche Rolle die Person im Team einnehmen kann.

Tipp 5: Bewerbungsprozess vereinfachen

Für viele Rentnerinnen und Rentner liegt die letzte Bewerbung schon einige Zeit zurück. Deshalb ist es sinnvoll, eine direkte Kommunikation per E-Mail und/oder Telefon zu ermöglichen. So können auch Zweifel an der Eignung für eine Stelle ausgeräumt werden. Von einer schnellen Klärung profitieren die Bewerbenden ebenso wie die Unternehmen.

Tipp 6: Anforderungen offen ansprechen

Bevor sich ältere Menschen für eine Stelle entscheiden, möchten sie wissen, wie diese genau gestaltet ist. Werden Sie in Ihrer Stellenanzeige konkret und gehen Sie insbesondere auch detailliert auf die Anforderungen, wie zum Beispiel Qualifikation, Sprachkenntnisse oder physische Belastbarkeit, ein. 

Fazit 

Rentnerinnen und Rentner reagieren besonders positiv auf Angebote, die ihre Erfahrung wertschätzen, flexible Einsatzformen bzw. Arbeitszeiten ermöglichen und den Bewerbungsprozess möglichst einfach gestalten. Es braucht eine zielgruppen- und lebenssituationsgerechte Ansprache, die Klarheit über Arbeitszeiten, Anforderungen, Einsatzort und die Rolle im Team schafft.

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